Gedämpfte Erwartungen beim Maschinenbauer-Gipfel

Die Maschinenbaubranche kommt in Berlin zu ihrem jährlichen Branchengipfel zusammen - und das wird vermutlich kein reines Jubeltreffen.


Die Maschinenbaubranche kommt in Berlin zu ihrem jährlichen Branchengipfel zusammen - und das wird vermutlich kein reines Jubeltreffen. Der Branche machen schwächelnde Konjunktur und der drohende Brexit zu schaffen - auch Betrieben in Baden-Württemberg.

Seit fast 32 Jahren arbeitet Peter Kazik als Elektrotechniker beim Maschinenbauer "Frech" in Schorndorf. Die Geschäfte dort liefen schon mal besser und das merken auch die Mitarbeiter, sagt er: "Sorgen macht das schon, aber wir haben schon immer Abschwächungen der Wirtschaft erlebt. Und auch diese Abschwächungen werden wir gut meistern." Doch gerade als Familienvater sei schon Sorge da.

"Wir spüren die Abkühlung seit Monaten"

Das Familienunternehmen "Frech" produziert mit 800 Mitarbeitenden seit 70 Jahren Druckgießmaschinen, vor allem für die Autoindustrie. Die Aufträge hier seien im ersten Halbjahr um 15 Prozent zurück gegangen, sagt der Vorstandsvorsitzende Ioannis Ioannidis: "Wir spüren die Abkühlung der Weltwirtschaft schon seit Monaten, aber wir haben gehofft, dass es eben doch ein bisschen leichter wird." Wie "Frech" kämpfen im Moment viele Maschinenbauerunternehmen im Land mit der schwächelnden Konjunktur und den Folgen der weltweiten Handelsauseinanderset-zungen, erklärt Dietrich Birk, Chef des Branchenverbands VDMA Baden-Württemberg: "Wir werden uns darauf einstellen, dass die kommenden Monate schwieriger werden."

15 Prozent weniger Neuaufträge

Von Januar bis August verbuchten die baden-württembergischen Maschinenbauer 15 Prozent weniger neue Aufträge als vergangenes Jahr. Die Ausfuhren im ersten Halbjahr gingen um 2,4 Prozent zurück. Aktuell arbeiten fast 350.000 Menschen in Baden-Württemberg in der Branche - so viele wie nie. Doch das könnte sich ändern, sagt Birk: "Wir spüren jetzt schon, dass die Unternehmen bei Neueinstellungen vorsichtiger sind. Und dass die Beratungen auch im Hinblick auf das Thema Kurzarbeit zugenommen haben."

Chef rechnet mit Kurzarbeit

Wenn die Auftragslage dauerhaft so schlecht bleibt, rechnet auch "Frech"-Chef Ioannidis mit Kurzarbeit. Das macht den Mitarbeitern natürlich Sorgen, erklärt Steffen Brecht, Industriemechaniker bei "Frech": "Ich denke, es ist eine Unsicherheit da. Jeder macht sich da seine Gedanken, wie’s weitergeht." Und wie es weitergeht mit der Branche, welche Unterstützung die Politik den Maschinenbauern geben kann, darüber wird in Berlin diskutiert: beim Branchengipfel der Maschinenbauer.

www.swr.de/swraktuell/Gedaempfte-Erwartungen-beim-Maschinenbauer-Gipfel-in-Berlin,maschinenbau-gipfel-100.html

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